deutsche dichter de

Abschied für immer

<p>Ist's ein Wunder, da&szlig; dich alle lieben,<br />
Die nach meinem Scheiden sich dir nahen,<br />
Meine Seufzer sind bei dir geblieben<br />
Und als Luftgeist sehnlich dich umfahren,<br />
Wer zu athmen wagt an deinem Munde<br />
Zieht sie unbewu&szlig;t zu seinem Herzen,<br />
Diese Seufzer mancher tr&uuml;ben Stunden,<br />
Diese Geister, mir entflohn in Schmerzen.<br />
<br />
Zu lebendig war des Herzens Hoffen,<br />
Es vergeht nicht mit den Schmerzenstagen,<br />
Ja es liegt die Welt jetzt vor mir offen,<br />
Meine Liebe f&uuml;hl' ich drinnen schlagen;<br />
Leb' ich nun in Andern, die dich lieben,<br />
Mag ich wohl der armen Mutter gleichen,<br />
Die ihr Kind von ihrer Brust vertrieben,<br />
Ihre Brust dem fremden Kind zu reichen.<br />
<br />
Hoffnungsgeister, die mit sch&ouml;nen Bildern<br />
Mich get&auml;uschet wie die Jugendzeiten,<br />
Meiner N&auml;chte Einsamkeit zu mildern,<br />
Ich entla&szlig; euch in die blauen Weiten,<br />
Einen H&auml;ndedruck gebt noch zum Scheiden,<br />
Sei's die Jugend, die ich heut entlassen,<br />
Was auch komme, nichts will ich vermeiden,<br />
Was vorbei, das l&auml;&szlig;t sich nicht mehr fassen.</p>