deutsche dichter de

Ostern

<p>Vom Erdenstaub zu reinen, blauen L&uuml;ften<br />
Dringt weit der Blick in ersten Fr&uuml;hlingstagen,<br />
Und h&ouml;her steigt der m&auml;cht'ge Sonnenwagen,<br />
Die Erde sehnt nach Bl&auml;ttern sich und D&uuml;ften,<br />
Und heilige Geschichten uns dann sagen<br />
Was sich geahnet in des Herzens Kl&uuml;ften.<br />
Er ist erstanden aus den Todesgr&uuml;ften,<br />
Und wie vergebens war der Menschen Zagen,<br />
Ja so ersteht die Welt der Himmelsgaben<br />
Mit jedem Jahre neu, die Knospen brechen,<br />
Und nichts ist unsrer Liebe zu erhaben,<br />
Sie giebt uns alles in den Wonneb&auml;chen,<br />
Die nach dem Eisgang Flur und Aug' durchgraben,<br />
Das Unsichtbarste will zum Lichte sprechen.</p>