deutsche dichter de

Ritt im Mondschein

<p>Herz zum Herzen ist nicht weit<br />
Unter lichten Sternen,<br />
Und das Aug, von Tau geweiht<br />
Blickt zu lieben Fernen;<br />
Unterm Hufschlag klingt die Welt,<br />
Und die Himmel schweigen,<br />
Zwischen beiden mir gesellt<br />
Will der Mond sich zeigen.<br />
<br />
Zeigt sich heut in roter Glut<br />
An dem Erdenrande,<br />
Gleich als ob mit hei&szlig;em Blut<br />
Er auf Erden lande.<br />
Doch nun flieht er scheu empor,<br />
Gl&auml;nzt in reinem Lichte,<br />
Und ich scheue mich auch vor<br />
Seinem Angesichte.</p>