deutsche dichter de

Bayrisches Alpenlied

<p>Der Franz l&auml;&szlig;t dich gr&uuml;&szlig;en<br />
Gar hoch und gar fest,<br />
Vom Palmbaum hoch sprie&szlig;en<br />
Gar vielerley Aest.<br />
<br />
Mit gr&uuml;nblauer Seiden<br />
Ein Kr&auml;nzlein h&auml;ngt dran,<br />
Drum sollt du wohl meiden<br />
Ein anderen Mann.<br />
<br />
Ja M&auml;del, sein Lieben<br />
Nimmt sonst mal ein End,<br />
Wie R&ouml;slein da dr&uuml;ben,<br />
Die Reif hat verbrennt.<br />
<br />
Im Thal liegt noch Nebel,<br />
Die Alpen sind klar,<br />
Doch wird er bald sehen,<br />
Was unten ist wahr.<br />
<br />
Er sieht wohl die Schwalben,<br />
Sie ziehen dann nieder<br />
Die K&uuml;h von den Alpen,<br />
Sie kommen auch wieder.<br />
<br />
Jezt klingeln sie, gr&uuml;&szlig;en,<br />
Sie haben gut Haus,<br />
Viel Br&uuml;nnlein drin flie&szlig;en,<br />
Ein Golddach ist drauf.<br />
<br />
Das Haus ist ganz offen,<br />
Kein Ringel daf&uuml;r,<br />
Der Franz thut wohl hoffen,<br />
Du klopfst an die Th&uuml;r.<br />
<br />
Am buxbaumern Tischlein,<br />
Drauf stehn zwey Glas Wein;<br />
Er schenkt klaren Wein ein,<br />
Er saget was fein.<br />
<br />
Er redet was wahr ist,<br />
Er trinket was klar ist,<br />
Er liebet was fein ist:<br />
Lieb M&auml;del er gr&uuml;&szlig;t dich.</p>