deutsche dichter de

Bajazeth

<p>Der L&ouml;we und der Leopard,<br />
Die singen Wettges&auml;nge,<br />
Gluts&auml;ulen heben Wettlauf an,<br />
Und der Samum ihr Herold.<br />
O Sonne, birg die Strahlen!Was schleicht dort durch den gelben Sand<br />
Ist es ein wunder Schakal?<br />
Ist es ein gro&szlig;er Vogel wohl,<br />
Ein schwergetroffner Ibis?<br />
O Sonne, birg die Strahlen!Ein wunder Schakal ist es nicht,<br />
Kein schwergetroffner Vogel,<br />
Es ist der m&auml;cht'ge Bajazeth,<br />
Der Reichste in Kairo,<br />
Er, der die dreizehn Segel hat,<br />
Die reichbeladnen Schiffe,<br />
Auf seiner Achsel liegt der Schlauch,<br />
Der Stab in seiner Rechten.<br />
O Sonne, birg die Strahlen!&raquo;Weh dir, du ungl&uuml;cksel'ges Gold,<br />
Verr&auml;terisches Silber!<br />
Und weh dir, Hassan, falscher Freund,<br />
Du ungetreuer Diener!<br />
Nahmst in der Nacht die Zelte mir<br />
Und nahmst mir die Kamele.&laquo;<br />
O Sonne, birg die Strahlen!&raquo;Wie einen Leichnam lie&szlig;est mich,<br />
Wie Mumien, verdorrte,<br />
Wie ein verschmachtetes Kamel,<br />
Wie ein Getier der W&uuml;ste!<br />
Und gab dir doch das reiche Gut,<br />
Die zwanzigtausend Kori!&laquo;<br />
O Sonne, birg die Strahlen!&raquo;So fluch' ich denn zu sieben Mal,<br />
Und tausendmal verfluch' ich:<br />
Da&szlig; dich verschlingen mag das Meer,<br />
Dein brennend Haus dich t&ouml;ten!<br />
Da&szlig; breche dein Gebein der Leu,<br />
Dein Blut der Tiger lecke,<br />
Der Beduine pl&uuml;ndre dich,<br />
Preis gebe dich der W&uuml;ste,<br />
Da&szlig; in dem Sande du versiechst,<br />
Verschmachtend, h&uuml;lflos, irrend!&laquo;<br />
O Sonne, birg die Strahlen!</p>