deutsche dichter de

Simphonie

<p>Ruhe! &ndash; die Gr&auml;ber erbeben;<br />
Ruhe! &ndash; und heftig hervor<br />
St&uuml;rzt aus der Ruhe das Leben,<br />
Str&ouml;mt aus sich selbsten empor<br />
Die Menge, vereinzelt im Chor.</p>
<p>Schaffend er&ouml;ffnet der Meister<br />
Gr&auml;ber &ndash; Geborener Tanz<br />
Schweben die t&ouml;nenden Geister;<br />
Schimmert im eigenen Glanz<br />
Der T&ouml;ne bunt wechselnder Kranz.</p>
<p>Alle in einem verschlungen,<br />
Jeder im eigenen Klang,<br />
M&auml;chtig durchs Ganze geschwungen,<br />
Eilet der Geister Gesang<br />
Gestaltet die B&uuml;hne entlang.</p>
<p>Heilige brausende Wogen,<br />
Ernst und woll&uuml;stige Glut<br />
Str&ouml;met in schimmernden Bogen,<br />
Spr&uuml;het in klingender Wut<br />
Des Geistertanz silberne Flut.</p>
<p>Alle in einem erstanden,<br />
Sind sie sich selbst nicht bewu&szlig;t<br />
Da&szlig; sie sich einzeln verbanden;<br />
F&uuml;hlt in der eigenen Brust<br />
Ein jeder vom Ganzen die Lust.</p>
<p>Aber im inneren Leben<br />
Fesselt der Meister das Sein;<br />
L&auml;&szlig;t sie dann ringen und streben;<br />
Handelnd durcheilet die Reihn<br />
Das Ganze im einzelnen Schein.</p>