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Der schlimmste Wurm

(An August Wilhelm Schlegel)

Der schlimmste Wurm: des Zweifels Dolchgedanken,
Das schlimmste Gift: an eigner Kraft verzagen,
Das wollt mir fast des Lebens Mark zernagen;
Ich war ein Reis, dem seine Stützen sanken.

Da mochtest du das arme Reis beklagen,
An deinem gütgen Wort läßt du es ranken,
Und dir, mein hoher Meister, soll ichs danken,
Wird einst das schwache Reislein Blüten tragen.

O mögst dus ferner noch so sorgsam warten,
Daß es als Baum einst zieren kann den Garten
Der schönen Fee, die dich zum Liebling wählte.

Von jenem Garten meine Amm erzählte:
Dort lebt ein heimlich wundersüßes Klingen,
Die Blumen sprechen und die Bäume singen.