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Zufrieden nicht mit deinem Eigentume

(An August Wilhelm Schlegel)

Zufrieden nicht mit deinem Eigentume,
Sollt noch des Rheines Niblungshort dich laben,
Nahmst du vom Themsestrand die Wundergaben,
Und pflücktest kühn des Tago-Ufers Blume.

Der Tiber hast du manch Kleinod entgraben,
Die Seine mußte zollen deinem Ruhme -
Du drangest gar zu Brahmas Heiligtume,
Und wolltst auch Perlen aus dem Ganges haben.

Du geizger Mann, ich rat dir, sei zufrieden
Mit dem was selten Menschen ward beschieden,
Denk ans Verschwenden jetzt statt ans Erwerben.

Und mit den Schätzen, die du ohn Ermüden
Zusammen hast geschleppt aus Nord und Süden,
Mach reich den Schüler jetzt, den lustgen Erben.