deutsche dichter de

Schicksalstage

Wenn die trüben Tage grauen,

Kalt und feindlich blickt die Welt,

Findet scheu sich dein Vertrauen

Ganz auf dich allein gesellt.   

 

Aber in dich selbst verwiesen

Aus der alten Freunden Land,

Siehst du neuen Paradiesen

Deinen Glauben zugewandt.

 

Als dein Eigenstes erkennst du,

Was dir fremd und feind erschien,

Und mit neuen Namen nennst du

Dein Geschick und nimmst es hin.

 

Was dich zu erdrücken drohte,

Zeigt sich freundlich, atmet Geist,

Ist ein Führer, ist ein Bote,

Der dich hoch und höher weist.