deutsche dichter de

Fuchs und Kranich

<p>Zwei Personen ganz verschieden<br />
Luden sich bei mir zur Tafel; <br />
Diesmal lebten sie in Frieden, <br />
Fuchs und Kranich, sagt die Fabel. <br />
<br />
Beiden macht' ich was zurecht, <br />
Rupfte gleich die j&uuml;ngsten Tauben; <br />
Weil er von Schakals Geschlechte, <br />
Legt ich bei geschwollne Trauben. <br />
<br />
Langgeh&auml;lstes Glasgef&auml;&szlig;e<br />
Setzt' ich unges&auml;umt dagegen, <br />
Wo sich klar im Elemente<br />
Gold- und Silberfischlein regen. <br />
<br />
H&auml;ttet ihr den Fuchs gesehen<br />
Auf der flachen Sch&uuml;ssel hausen, <br />
Neidisch m&uuml;&szlig;tet ihr gestehen: <br />
Welch ein Appetit zum Schmausen! <br />
<br />
Wenn der Vogel ganz bed&auml;chtig, <br />
Sich auf einem Fu&szlig;e wiegte, <br />
Hals und Schnabel, zart und schm&auml;chtig, <br />
Zierlich nach den Fischlein schmiegte. <br />
<br />
Dankend freuten sie beim Wandern<br />
Sich der Tauben, sich der Fischchen; <br />
Jeder spottete des Andern, <br />
Als gen&auml;hrt am Katzentischchen. <br />
<br />
Willst nicht Salz und Schmalz verlieren, <br />
Mu&szlig;t, gem&auml;&szlig; den Urgeschichten, <br />
Wenn die Leute willst gastieren, <br />
Dich nach Schnauz' und Schnabel richten.</p>