deutsche dichter de

Jägers Abendlied

<p>Im Felde schleich' ich still und wild, <br />
Gespannt mein Feuerrohr, <br />
Da schwebt so licht dein lieblich Bild, <br />
Dein s&uuml;&szlig;es Bild mir vor. <br />
<br />
Du wandelst jetzt wohl still und mild<br />
Duch Feld und liebes Tal, <br />
Und ach! mein schnell verrauchend Bild, <br />
Stellt sich dir's nicht einmal? <br />
<br />
Des Menschen, der die Welt durchstreift<br />
Voll Unmut und Verdru&szlig;, <br />
Nach Osten und nach Westen schweift, <br />
Weil er dich lassen mu&szlig;. <br />
<br />
Mir ist es, denk' ich nur an dich, <br />
Als in den Mond zu sehn; <br />
Ein stiller Friede kommt auf mich; <br />
Wei&szlig; nicht, wie mir geschehn.</p>