deutsche dichter de

Bei ihrem Grabe

<p>Diese Leiche h&uuml;te Gott!<br />
&nbsp; &nbsp; Wir vertrauen sie der Erde,<br />
Da&szlig; sie hier von aller Not<br />
&nbsp; &nbsp; Ruh', und wieder Erde werde.</p>
<p>Da liegt sie, die Augen zu<br />
&nbsp; &nbsp; Unterm Kranz, im Sterbekleide!...<br />
Lieg' und schlaf' in Frieden du;<br />
&nbsp; &nbsp; Unsre Lieb' und unsre Freude!</p>
<p>Gras und Blumen gehn herf&uuml;r,<br />
&nbsp; &nbsp; Alle Samenk&ouml;rner treiben,<br />
Treiben &ndash; und sie wird auch hier<br />
&nbsp; &nbsp; In der Gruft nicht immer bleiben.</p>
<p>Ausges&auml;'t nur, ausges&auml;'t<br />
&nbsp; &nbsp; Wurden alle die, die starben;<br />
Wind- und Regenzeit vergeht,<br />
&nbsp; &nbsp; Und es kommt ein Tag der Garben.</p>
<p>Alle M&auml;ngel abgetan<br />
&nbsp; &nbsp; Wird sie denn in bessern Kr&auml;nzen<br />
Still einhergehn, und fortan<br />
&nbsp; &nbsp; Unverweslich sein und gl&auml;nzen.</p>