deutsche dichter de

Draußen

Das Macht das Fenster, daß wir «draußen» sagen –  
und weil wir selber drinnen sind.  
Nach draußen muß man schauernd fragen,  
denn draußen ist der Wind.  

Laternen stehn  
schon Hundert schwarze Nächte –  
und abends, bald nach zehn,  
wenn mancher schlafen möchte,  
graut wohl die Straße blaß  
und schweigend aus der Flut  
von Seufzern, Stein und Glas.  

Nun ist es unser Blut,  
das so gewaltig rauscht –  
da hält der Wind im Tanz der Schritt,  
bleibt manchmal stehn,  
als ob er lauscht.  
Und die Laternen gehen  
noch lange durch die Träume mit.