deutsche dichter de

Laternentraum

<p>Wenn ich tot bin,  m&ouml;chte ich immerhin  so eine Laterne sein,  und die m&uuml;&szlig;te vor deiner T&uuml;re sein  und den fahlen  Abend &uuml;berstrahlen.  Oder am Hafen,  wo die gro&szlig;en Dampfer schlafen  und wo die M&auml;dchen lachen,  w&uuml;rde ich wachen  an einem schmalen schmutzigen Fleet  und dem zublinzeln, der einsam geht.  In einer engen  Gasse m&ouml;cht ich h&auml;ngen  als rote Blechlaterne  vor einer Taverne &ndash;  und in Gedanken  und im Nachtwind schwanken  zu ihren Ges&auml;ngen.  Oder so eine sein, die ein Kind  mit gro&szlig;en Augen ansteckt,  wenn es erschreckt entdeckt,  da&szlig; es allein ist und weil der Wind  so johlt an den Fensterluken &ndash;  und die Tr&auml;ume drau&szlig;en spucken.  Ja, ich m&ouml;chte immerhin,  wenn ich tot bin,  so eine Laterne sein,  die nachts ganz allein,  wenn alles schl&auml;ft auf der Welt,  sich mit dem Mond unterh&auml;lt &ndash;  nat&uuml;rlich per Du.</p>